In vielen Projekten zeigt sich aktuell eine zentrale Herausforderung: Storage-Architekturen skalieren nicht mehr im gleichen Tempo wie die Anforderungen moderner Workloads. Datenvolumen wachsen schneller, KI‑Modelle benötigen massiv parallelen Zugriff und Compliance‑Vorgaben erzwingen präzisere Kontrolle über Datenflüsse. Vor diesem Hintergrund hat Microsoft nun einen Blick auf die Weiterentwicklung von Azure Storage im Jahr 2026 gegeben – mit einigen technologisch relevanten Weichenstellungen.
 
, Vice President, Azure Storage and , Corporate Vice President, Azure Storage haben sich dazu ausführlich im Azure-Blog geäußert. Im Folgenden finden Sie eine sachliche Einordnung der wichtigsten Punkte:
 

1. Skalierbarkeit ohne klassische Grenzen: neue Storage‑Kontrollebenen

Microsoft kündigt für 2026 eine modernisierte Control Plane an, die besonders für verteilte KI‑Workloads relevant wird.
Wesentliche Aspekte:
  • Adaptive Workload Orchestration zur dynamischen Optimierung von I/O‑Mustern.
  • Beschleunigte Metadata Services, die große Datenmengen in Multi‑Region‑Architekturen effizienter adressierbar machen.
  • Mehr Mandanten‑Isolierung auf Storage‑Ebene, relevant für Branchen mit hohen Compliance‑Anforderungen.
Diese Entwicklungen adressieren typische Engpässe in skalierenden Cloud‑Infrastrukturen.
 

2. KI‑optimierte Storage‑Schichten: neue Prioritäten in der Architektur

Die Nachfrage nach speicherintensiven KI‑Pipelines führt zu erweiterten Features wie:

  • Neue „High‑Throughput Layers“ für extrem parallele Trainings- und Inferenzszenarien.
  • Verbesserte Anbindung an KI‑Cluster durch optimierte Netzwerkpfade und geringere Latenzzeiten.
  • Automatische Datenklassifizierung innerhalb von Storage Accounts – KI‑gestützt, aber regelbasiert erweiterbar.

Dies kann besonders für Cloud‑Architekten interessant sein, die Datenflüsse zwischen Blob‑Storage, Files, Queues und KI‑Stacks bereinigen und automatisieren möchten.

3. Globale Redundanzmodelle der nächsten Generation

Mehrere Neuerungen betreffen Resilienz und Disaster Recovery:

  • Progressive Geo‑Redundancy, bei der sich Schutzstufen granularer konfigurieren lassen.
  • Schnellere Rehydrierung aus Archivschichten, was für Langzeitarchivierung und NFR‑Strategien (Nearline-Fast-Retrieval) relevant wird.
  • Erweiterungen bei „Read Access GRS“, insbesondere für KI‑Workloads, die global verteilt agieren.

Diese Details unterstützen IT‑Abteilungen dabei, Speicherstrategien präziser mit regulatorischen Vorgaben zu verzahnen.

4. Effizienz und Nachhaltigkeit: neue Prioritäten im Plattformkern

Microsoft beschreibt mehrere Maßnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz und Kosteneffektivität:

  • Adaptive Energy Scheduling im Storage‑Backend.
  • Verbesserte Deduplizierungsalgorithmen für strukturierte wie unstrukturierte Daten.
  • Optimierte Tiering‑Mechanismen für Lastprofile, bei denen Daten häufig zwischen Hot, Cool und Archive wechseln.

Gerade für Unternehmen, die Kosten und Nachhaltigkeit kombinieren müssen, sind diese techniknahen Verbesserungen relevant.

5. Anerkennung der Community und Partnerlandschaft

Viele der genannten Entwicklungen basieren auf umfangreichem Feedback aus der globalen Azure‑Community sowie zahlreichen Partnern, Architekten und MCT‑Kollegen, die konkrete Anforderungen aus Kundenprojekten eingebracht haben.

 

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